A-Clip

hartware:
2001
Bignes?

A-clip produziert und vertreibt politische Kurzfilme. Auf Video hergestellt und auf 35 mm kopiert, richten sie sich vor allem an das Kinopublikum. Innerhalb des Werbeblocks tauchen einzelne A-clips als kurze (40-120 Sek.) politische Statements zu städtischen Geographien, Macht und Konsum auf. A-clip besichtigt die kapitalistische Stadt, die dabei ist, ihre Ein- und Ausschlüsse ein weiteres mal zu modernisieren. A-clip möchte Teil einer Bewegung sein, die diese und andere ideologische Effekte durchstreicht. Die im Werbebereich vorgegebene Schraube von Identitätsbildern, Life-Style-Images, Wunschproduktion und product placement ist die Operation, der gegenüber es sich auch auf einer gestalterischen Ebene zu verhalten gibt.

Auch wir gehören zu denen, die traurig sind, wenn sie zu spät ins Kino gekommen sind und die Werbung verpassen. Gerade deshalb haben wir damals diesen halbdunklen Ort ausgesucht, an dem Waren sprechen und der Kapitalismus dabei zu beobachten ist, wie er mit ständigem Imagetransfer den Kitt aus Kaufen und kategorischen Glück herstellt.
A-clip bewegt sich in einem Bereich zwischen künstlerischer Behauptung, kollektiver Praxis, subjektiver Perspektive und politischer Redaktion.

Es gab bislang 2 Staffeln mit insgesamt 22 Filmen, die von verschiedenen KünstlerInnen gemacht wurden. A-clip 1 und A-clip 2 wurde in Berlin produziert und im deutschsprachigen Raum, Deutschland, Österreich und der Schweiz "handvertrieben". Die 22 Filme kreisten um die Themen Innere Sicherheit und Migration unter dem Blickwinkel aktueller Stadtentwicklungstendenzen. Die 1. Staffel lief 1997 inhaltlich und zeitlich parallel mit der Kampagne INNENSTADTAKTION. Die Staffel 2 von 1999 entstand unabhängig von der INNENSTADTAKTION verfolgte aber noch die gleichen Themen.

Es gibt eine offene Produktions-Gruppe in Berlin, eine kleine Gruppe in München und neuerdings auch in Los Angeles. Momentan ist eine dritte Staffel in Planung, ein Austausch zwischen den deutschen Städten und LA.