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Künstlerin,
*1957, lebt in New York, USA
hartware
2001 new
ideas - old tricks


Food
Chain, 1994 - 1996
Serie mit 18 Farbfotografien, je 41 x 62 cm, gerahmt
Courtesy: Galerie Adamski, Frehrking, Wiesenhöfer, Köln
Mit der schillernden
und zugleich sterilen Werbeästhetik von Lifestyle-Magazinen findet
Catherine Chalmers in ihrer Fotoserie Food Chain ein wahrlich
bissig-ironisches Spiegelbild für unsere neoliberalen Wirtschafts-
und Gesellschaftsformen, deren Mentalität der feindlichen Übernahme
wie ein gottgegebenes Naturgesetz herrscht: Hier zählt nur Fressen
oder Gefressen werden, Jäger oder Beute sein, ansonsten gibt man
sich tolerant, höflich, weltoffen und kultiviert.
Die Nahrungskette beginnt mit einer leuchtend roten, beinah
makellosen Tomate, die Schritt für Schritt von Raupen bis zur Unkenntlichkeit
zerfressen wird. Doch eine der satten Raupen soll einer hungrigen Gottesanbeterin
zum Opfer fallen, die sich wiederum ein Frosch schmecken lässt. Das
im Makrobereich fotografierte Gemetzel wirkt dabei niemals anstößig
oder unappetitlich, sondern gepflegt, sauber und nach allen Regeln der
Kunst präzise ausgeführt.
Iris Dressler
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