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Künstler, *1963, lebt in Paris, F hartware
sans
titre (cosméthiques), 1997ues),
1997 In Claude Closkys
Atelier türmen sich Berge von Life-Style Magazinen. Ein Großteil
seiner Arbeiten speist sich daraus. Wie ein Fortsetzungsroman, kreisen
sie um die Welten der Immer-Gut-Gelaunten, deren Sprache die
der Werbetexter ist und deren größtes Problem darin besteht,
jung, schön und hübsch eingerichtet zu bleiben: Ich mach
mir die Welt, wie sie mir gefällt in der Version 2000. Spätestens
als die Jugend von heute mit Schlaghosen und Plateausohlen
daher kam, wurde mir klar: Mein Kleiderschrank ist out, abgelöst
durch einen Stil, der noch vor einigen Jahren selbst als das Allerletzte
galt. Die Generation über mir wiederum, die von Bundgee-Jumping bis
Sky-Surfen jede Extremsportart mitnimmt und sich im gehobenen H& M
Stil kleidet, dieselbe Generation übrigens, die ich einst mit meinem
Outfit provozieren konnte, hat eine Up-to-Date-Kur durchlaufen, die mich
alt aussehen lässt. Dennoch: Trash oder Luxus, Techno oder Disco,
Kultig oder Solide, Naturtrip oder Hauptsache Ungesund sind
Schlagworte, mit denen sich kaum mehr Generationen, sondern höchsten
noch Szenen festschreiben lassen, und auch hier gibt es solche und solche.
Trendy zu sein ist harte Arbeit, und dies nicht nur, weil sich die Moden
so rasch ändern, sondern auch, weil die Selbstinszenierung als In
oder Out selbst ein Bekenntnis, eine Message, ein Stil ist.
Es reicht nicht, den Trends hinterher zu jagen, man muss auch am richtigen
Ort die richtige Position dazu einnehmen können.
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