Künstler, *1967, lebt in Münster

hartware
2000
Sublime
1998
Reservate der Sehnsucht

o.T., 1998
Rauminstallation

Mark Formanek bespielt einen kleinen, zweigeschossigen Nebenraum im Gebäude der ehemaligen Unionbrauerei, der mit seinen türkisfarbenen Kacheln, der Galerie und dem Stahlgeländer an ein Miniaturschwimmbad erinnert. Dieses Kleinod an Industriearchitektur wird zugänglich gemacht, allerdings unter erschwerten Bedingungen. Formanek verkleidet den Raum mit einer labyrinthischen Wandkonstruktion, die sich einem direkten Erfassen des räumlichen Gesamteindrucks widersetzt. Er lässt die Betrachter vor Wände auflaufen, zwingt sie in die Knie, um sich gebeugten Hauptes der Situation zu nähern. Auf halber Strecke werden sie dabei mit farbenfrohen Lichtinszenierungen, einer Knutschecke und aufmunternden Worten getröstet. Hat man die ersten Hürden des Irrgangs durchquert, gelangt man in ein vergleichsweise großzügiges Interieur, das zum Treppenaufgang der Galerie führt. Hier unten mag man zunächst sein Ziel erreicht haben, ist aber längst selbst als Zielscheibe der Betrachtung festgeschrieben, da man sich auf dem Präsentierteller der bereits fortgeschrittenen Besucher befindet, die von der Galerieebene nach unten schauen. Dort oben eröffnen sich einem wiederum kleine Container intimer Glückseligkeit, die jedoch auch nur unter den Augen der Mitbetrachter, also mit Vorsicht zu genießen sind. Formanek führt die Betrachter an der Nase ihrer eigenen Schaulust herum. Iris Dressler

PosA, 1995
4 „Positive Apparate für den privaten Haushalt“

PosA umfaßt vier positive Apparate für den privaten Hausgebrauch: den Romantiker, den Tröster, den Gesellschafter und den Sporadiker. Auf Wunsch oder ganz von alleine sprechen die handlichen Geräte dem Bedürftigen Mut zu (der Tröster), sorgen für ein stimmungsvolles Klima in den eigenen vier Wänden (der Romantiker), machen Schluß mit den einsamen Abenden (der Gesellschafter) oder klopfen unverhofft an die Tür (der Sporadiker).