|
Ausstellungsprojekt in drei Teilen
24. November 03. Dezember 2000
Künstlerhaus
Duende, Tamboerstraat 9, Rotterdam
Peter Bogers,
Jens Brand,
Niels Bonde,
David Claerbout,
Mark Formanek,
Aurélien
Froment, Runa
Islam, Andreas
M. Kaufmann, Eva
Koch, Bettina
Lockemann, Valérie
Mréjen, Ilona
Johanna Plattner, Thomas
Wrede

© David Claerbout
Einführung
Credits
Links
Publikation
Einführung
Die 1984 gegründete KünstlerInneninitiative Duende, die seit
1994 über ein 4000 qm großes und 40 Ateliers umfassendes Gebäude
in Rotterdam verfügt, lädt in regelmäßigen Abständen
GastkuratorInnen dazu ein, ein Ausstellungsprojekt für das Haus zu
entwickeln.
Vom 24. November bis 10. Dezember 2000 zeigen die beiden Dortmunder KuratorInnen
Iris Dressler und Hans D. Christ (hartware) in diesem Rahmen die Ausstellung
Sublime.
Sublime ist eine dreiteilige Ausstellungsreihe, die im Verlauf von drei
Wochen die Arbeiten von insgesamt 13 internationalen KünstlerInnen
zeigt. Mit jeder Präsentation ändern sich nicht nur die gezeigten
Werke, sondern wird jeweils auch die gesamte Ausstellungssituation verschoben.
Nur einige künstlerische Arbeiten werden wiederholt, dann jedoch
an anderen Orten der Ausstellung und auf verschiedene Weise präsentiert,
so dass sie im Verlauf der drei Teile von "Sublime" verschiedene
Bezüge und Anknüpfungspunkte offerieren.
Die dynamische Ausstellungsstruktur mit ständig wechselnden und sich
dabei überlagernden Präsentationen geht auf das Projekt Dis.Location
zurück, das hartware 1999 in Kooperation mit dem niederländischen
Kurator Jan Schuijren in Dortmund realisierte.
Duende
bietet keinen Ausstellungsraum im klassischen Sinne. Stattdessen finden
Diskussionen, Filmvorführungen, Kunstpräsentationen und andere
öffentliche Aktivitäten in Zwischenräumen wie den weitläufigen
Fluren und Treppenhäusern, oder den temporär leer stehenden
Gastateliers statt. Die Atmosphäre ist geprägt von einem widersprüchlichen
Ambiente zwischen unkonventionellem Atelierhaus und Verwaltung, halliger
Leere und reger Geschäftigkeit, öffentlicher Funktion und verschlossenen
Türen, Intimität und Ausgrenzung, Alltag und Kunstbetrieb. Sublime
greift diese Widersprüchlichkeiten auf.
Die eingeladenen KünstlerInnen zeigen Arbeiten, die mit gegenläufigen
emotionalen Spannungen operieren: Trost und Trostlosigkeit, Pathos und
Langeweile, subtile Gewalt und zwiespältige Heimeligkeit. Die Ausstellung
sucht dabei nach Motiven des Sublimen in den postmodernen Entwürfen
des Privaten und/oder des Selbst. Dabei wird auch nach den Ansprüchen
und Erwartungen von und an zeitgenössische/r Kunst gefragt.
Neben Videoinstallationen, Fotografien und Objekten umfasst Sublime
zwei Performances: Jens Brand hält einen dreistündigen, digital
manipulierten Vortrag über das Thema Langeweile. Ilona Johanna Plattner
wird den BesucherInnen Karten legen.

Ein Projekt
in Kooperation mit den hartware medien kunst verein
KuratorInnen
Hans D. Christ, Iris Dressler
Technische Leitung
Hans D. Christ, Uwe Gorski
Support
Mondriaan Stichting
Rotterdamse Kulturstichting
Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes
NRW
Links
Dis.Location
Say Hello To Peace and Tranquillity
|